Vertraute Routine im Wohnalltag auflockern und ändern

Untertitel
Chancen zur Entwicklung ohne Überforderung
Kursbeschreibung

Feste Abläufe und vertraute Rituale geben Menschen mit Behinderungen Sicherheit und Halt, so dass sie sich in ihrer Wohnsituation angstfrei und geborgen fühlen. Ohne Anregungen und Veränderungen kann ein allzu vertrauter Wohnalltag jedoch gleichförmig werden und zum Stillstand führen, so dass eine weitere persönliche Entwicklung erschwert wird.

Da Menschen mit Behinderungen in ihrer Wohnsituation oft ein ganzes Leben verbleiben, können langfristig typische Verhaltensweisen einer Institutionalisierung entstehen. Die Gestaltung eines anregenden Wohnalltags ist daher eine wichtige Betreuungsaufgabe. Hierfür genügen oft alltägliche Details, die neu überdacht und anders gehandhabt werden.

Wieviel vertraute Routine wird gebraucht, und wieviel Veränderung ist notwendig, um Möglichkeiten zu persönlicher Entwicklung, größerer Selbständigkeit und Wohlbefinden zu eröffnen, ohne Menschen mit Behinderungen dabei zu überfordern oder zu verängstigen?

Schwerpunkte

• Die Bedeutung fester Abläufe und Rituale für Menschen mit Behinderungen
• Institutionalisierung und ihre möglichen ungünstigen Folgen
• Einführung von Neuerungen/ Lernen durch Veränderung
• Lerngeschichte (Motivation/bisherige Lernerfahrungen) des jeweiligen Menschen mit Behinderung
• Einstellungen und Erwartungen des sozialen Umfeldes
• Umgang mit stereotypen und zwanghaften Verhaltensweisen
• Aspekte des Wohnalltages, die sich besonders gut für eine Veränderung eignen

Datum
28. September 2020 9.00 - 16.00 Uhr
Veranstaltungsort
Magdeburg
Zielgruppe
MitarbeiterInnen in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe, Interessierte
Dozent/in
Constanze Hall
Qualifikation
Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Teilnehmerbeitrag
110,00 €
Rückmeldetermin
28.08.2020
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